So gut wie jeder Arbeitnehmer hat heutzutage die Möglichkeit, das Internet auch am Arbeitsplatz zu nutzen. Doch hier gibt es datenschutzrechtliche Anforderungen im Umgang mit den dabei anfallenden personenbezogenen Daten von Kunden und Kollegen, aber auch den unternehmenstechnischen Daten zu beachten.

Wussten Sie zum Beispiel, dass es theoretisch schon einen datenschutzrechtlichen Verstoß darstellt, wenn Sie den Namen eines Dritten in einer Mail nennen? Aber keine Sorge, so gut wie niemand wird Ihnen hierfür an den Kragen wollen, in üblichen Verträgen ist außerdem geregelt, dass bestimmte Daten weitergeben werden dürfen, der Name gehört hier oft dazu.

Doch machen Sie sich auch klar, was Ihre Mail auslösen kann, sollte sie in die falschen Hände geraten. Laufen Sie nicht mit der Einstellung „Ich habe nichts Schützenswertes“ oder „Ich habe nichts zu verbergen“ durch die Welt. Wenn Sie einen Kollegen namentlich ansprechen, ist der Schaden erst einmal nicht sonderlich hoch. Sobald aber weitere Daten wie Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Vorlieben usw. in den Mails vorkommen, können Dritte, die diese Mails eventuell abfangen schon Profile Ihrer Kollegen erstellen. Und nun stellen Sie sich vor, Sie schicken einem Kollegen zur Kontrolle den Bauplan einer hochkomplexen Maschine im Kundenauftrag und jemand Unbefugtes bekommt diesen Dateianhang in die Hände. Mit einer kleinen Mail hätten Sie die Reputation Ihres Unternehmens auf dem Markt schwer geschädigt und obendrein einen datenschutzrechtlichen Verstoß begangen. Daher gibt es das Gesetz zur Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Bei der Nutzung von E-Mail und anderen Internetdiensten müssen die eingesetzten Verfahren so gestaltet werden, dass so wenig personen- sowie unternehmensbezogene Daten wie möglich verarbeitet werden.

Personenbezogene Daten, dazu zählt so ziemlich alles, was konkret mit einer Person in Verbindung gebracht werden kann, allem voran natürlich persönliche Daten wie Name, Vorname, Alter, Gehalt, Beruf, aber auch Geschlecht und Herkunft oder sexuelle Orientierung. Ohne Einwilligung der betreffenden Personen dürfen Sie nichts davon weitergeben. Selbiges gilt für unternehmensbezogene Daten wie Pläne für Neuanschaffungen, Kundenprojekte o.ä.

Nehmen Sie sich also immer erst kurz einen Moment Zeit und prüfen Sie Ihre E-Mail o.ä. vor dem Absenden und gehen Sie verantwortungsvoll mit Daten um!