Ransomware ist eine Malware, die Computer infiziert, sperrt und dann Geld dafür verlangt, ihn zu entsperren (ransom = „Lösegeld“). Aktuell erleben wir verstärkt das Auftreten sogenannter Crypto-Ransomware. Dieser Typ von Malware verschlüsselt Dateien auf dem Computer, die sich ohne den passenden Schlüssel nicht mehr nutzen lassen. Die Täter liefern den Schlüssel nach Zahlung eines Lösegeldes.

In den vergangenen Jahren wurden statt Einzelpersonen immer häufiger Unternehmen angegriffen, da dies höhere Profite verspricht. In diesem Jahr steht auch das Gesundheitswesen und hier insbesondere Krankenhäuser im Fokus der Angreifer. Angriffe auf Krankenhäuser sind deswegen häufig erfolgreich, weil viele medizinische Geräte auf veralteten Betriebssystemen laufen. Hinzu kommt, dass Krankenhäuser nach einem Angriff schnell wieder Zugriff auf Ihre Patientendaten brauchen, damit die Patientenbetreuung weiterhin möglich ist.

Die Zahl der Angriffe hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Erstellung von Malware, darunter auch Ransomware, mit sogenannten Crimeware-Kits auch mit geringen IT-Kenntnissen möglich ist.

Es gibt eine Reihe präventiver Maßnahmen, um Ransomware-Attacken vorzubeugen.

  • Dubiose und unsichere Webseiten meiden, denn dort wird häufig Schad-Software verteilt.
  • Vorsicht bei Links in Mails. Links in Phishing-Mails führen auf betrügerische Webseiten, die optisch nicht von den Original-Webseiten zu unterscheiden sind. Achten Sie vor dem Klick auf Links auf die Web-Adresse, die in der linken unteren Ecke des Browsers oder Mailclients angezeigt wird.
  • E-Mail-Anhänge unbekannter Absender nicht öffnen. Den Absender einer E-Mail überprüfen, bevor ein Anhang geöffnet wird. Im Zweifel fragen Sie persönlich beim Absender nach, ob die Mail von ihm gesendet worden ist. Ransomware kann auch in Word-Dokumenten und Excel-Tabellen lauern.
  • Die Kriminellen versenden Schadsoftware häufig in gefälschten E-Mails, die Benachrichtigungen von Online-Shops und Banken ähneln. Seien Sie bei solchen Mails besonders kritisch.